Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Unterwegs mit dem Rad

Der goldene Oktober lädt förmlich dazu ein, den einen oder anderen Herbstausflug zu machen. Am besten geht dies natürlich mit einem Fahrrad, denn die Radwege sind größtenteils gut angelegt. Entlang der Stalinbauten an der Karl-Marx-Allee zum St. Petri-Friedhof und schließlich rauf aufn Trümmerberg im Volkspark Friedrichshain.


Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Elby E-Bike unterwegs
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Mit dem Elby E-Bike unterwegs

Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Stalinbauten in der Herbstsonne
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Stalinbauten in der Herbstsonne

Herbst-Radtour durch Friedrichshain bei milder Sonne

Unser Hostel in Friedrichshain ist der ideale Ausgangspunkt für Friedrichshainer Kieztouren. Der Sommer hat uns ja arg gebeutelt, keine Frage. Stets zum Wochenende hin kam irgend ein Tiefdruck-Heinz anmarschiert und ergoss sich über uns. Wie schön, dass wir dafür etwas herbstlich-goldenen Ausgleich erhalten. Also nichts wie los: mit einem frisch aufgeladenen Elby E-Bike gehts auf eine spontane Herbsttour.


Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Strausberger Platz
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Strausberger Platz

Stalins Zuckerbäckerbauten an der Karl-Marx-Allee

Auf den Dachterassen der Stalinbauten wurden zu DDR-Zeiten rauschende Feste gefeiert. Es gab russischen Kaviar aus großen Dosen und der Krimsekt floss in Strömen. Zwar wurden die Gebäude für die Arbeiter gebaut, jedoch musste man sich mit der Partei gut gestellt haben, um hier eine Wohnung zu bekommen. Aufgrund der Ornamente, die die Häuser zu einer Mischung aus sozialistischem Realismus und klassizistischem Erbe machen, nannte man diese Art im Volksmund „Zuckerbäckerstil“. Heute sind diese Zeiten lange vorbei, doch wegen der Architektur sind diese Häuser sehenswert. Wer die Karl-Marx-Alle entlangschlendert, kann sich an mehreren Infopoints über die Geschichte dieser Straße informieren. Wirklich interessant!



Man radelt oder läuft die Karl-Marx-Allee entlang bis zum Frankfurter Tor und die andere Straßenseite wieder zurück. Sowjetische Monumental-Bauten säumen die ehemalige „Stalin-Allee“ und lassen sie gewaltig, glatt und kantig wirken. An der Karl-Marx-Allee können zahlreiche Fassaden sowjetischer Monumentalarchitektur bestaunt werden.


Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Evangelischer St. Petri Friedhof
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Evangelischer St. Petri Friedhof an der Friedenstraße. Berliner Historie pur.

Friedhof St. Petri-Luisenstadt: älteste Kirchengemeinde Berlins

Die St.-Petri-Gemeinde ist die älteste Kirchengemeinde Berlins. Von den Begräbnisplätzen ist einzig dieser jüngste Friedhof erhalten, der 1838 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Langerhans (1780–1851) angelegt wurde. An drei Seiten grenzt er fast vollständig an weitere Friedhofsflächen. Eine von altem Baumbestand begrenzte Hauptallee führt zur Kapelle, die in den Jahren 1910 bis 1912 nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Walter Koeppen im neoklassizistischen Stil errichtet wurde.


Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Evangelischer St. Petri Friedhof
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Evangelischer St. Petri Friedhof an der Friedenstraße. Berliner Historie pur.

Mausoleen, Wandgrabmale & Gittergräber

Auf dem Friedhof fanden viele historisch interessante und auch wohlhabende Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe, was sich in mehreren kunst- und kulturhistorisch bedeutsamen Grabstätten (Mausoleen, Wandgrabmale, Gittergräber) aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Morbider Charme garantiert!



Der 1838 angelegte Friedhof ist der jüngste und gleichzeitig einzig erhaltene der St.-Petri-Gemeinde. Ein Pfarrer Symeon zu Cölln, der in einer Urkunde von 1237 auftaucht, ist zugleich der älteste urkundlich belegte Berliner. Bis 1717 nutzte die Gemeinde den Kirchhof gleich an der Petrikirche, danach den heute ebenfalls verschwundenen Jakobskirchhof in Kreuzberg. Am 22. August 1838 wurde der Friedhof von Bischof Neander geweiht, tags darauf erfolgte die erste Beisetzung.


Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Volkspark Friedrichshain
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Volkspark Friedrichshain. Links im Bild: Deckelplatte des ehemaligen Hochbunkers.

Mont Klammott – der große Bunkerberg

Ächz, keuch, stöhn… – aber die Mühe lohnt sich, die mit 78 m höchste Erhebung des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin zu erklimmen. Sowohl aufgrund der Historie als auch der Aussicht – wenn man die richtige Stelle findet. Der Große Bunkerberg im Volkspark Friedrichshain wird im Volksmund auch Mont Klammott genannt. Vom April bis September 1941 wurde hier der Friedrichshainer Flak-Bunker errichtet. Der Bunker bestand einst aus zwei Geschütztürmen, die die Bombenangriffe der Alliierten abwehren sollten – bis zu 50.000 Menschen fanden hier Schutz vor den Bomben. 1946 wurde der Bunker gesprengt und die Ruinen 1946-50 mit Bauschutt verfüllt und überdeckt. Die Ruinen vom alten G-Turm kann man heute noch sehen.


Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Märchenbrunnen
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain

Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain

Der Märchenbrunnen ist eine Brunnen- und Gartenanlage an der Westspitze des Volksparks Friedrichshain. Die Anlage wurde 1913 eröffnet und hat eine Ausdehnung von 90 Meter × 172 Meter. Der Architekt und Stadtbaurat Ludwig Hoffmann (1852 – 1932) wurde 1893 mit dem Entwurf und Bau des Märchenbrunnens als Kunstobjekt beauftragt. 1913 wurde er dann nach Bauunterbrechungen zum 25. Thron-Jubiläum von Wilhelm II eingeweiht.


Märchenhafter „place to be“

Am Brunnen stehen Figuren aus den Märchen: „Brüderchen und Schwesterchen“, „Aschenputtel“, „Hans im Glück“, „Der gestiefelte Kater“, „Die sieben Raben“, „Rotkäppchen“, „Schneewittchen“, Dornröschen und „Hänsel und Gretel“. Der Brunnen war im zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden und wurde in der DDR mit nicht detailgetreuen Nachbauten teilweise ersetzt. Während der DDR wurde auch das Areal leicht verändert. Zuletzt wurde der Brunnen 2006 renoviert und alte Figuren wieder Orginalgetreu ersetzt.



Das Highlight des Brunnens, neben der Abendsonne und den Bänken drum herum, sind die Figuren aus verschiedenen Märchen. Der Entwurf für den ganzen Volkspark stammte von Peter Joseph Lenné, einem Landschaftsgärtner mit Weltruf.


Tourentipp: Kieztour Friedrichshain

Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Entlang der Baumallee an der Karl-Marx-Allee
Herbstausflug durch Friedrichshain ▷ Mit dem Fahrrad den Kiez entdecken ✚ Geschichte erfahren ➥ Entlang der Baumallee an der Karl-Marx-Allee.
  • Was: Kieztour mit dem Fahrrad
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden
  • Stationen: Frankfurter Tor (Map Link), St. Petri-Friedhof (Map Link), Großer Bunkerberg (Map Link), Märchenbrunnen (Map Link)
  • Eintrittsgelder: keine

Servicetipp: Fahrradtour mit dem Leihrad

Fahrradverleih beim Kiez Hostel nutzen
Mit einem Leihfahrrad erkundest du Berlin auf ideale Weise. Gleich mitbuchen!

Nutze unseren Leihrad-Service und erkunde die Stadt per Pedales. Bei uns kannst du verkehrssichere und stets gewartete Leihräder buchen. Ein Service in Kooperation mit der Radwelt – Fahrradladen Friedrichshain. Zu finden in der Warschauer Straße 31, 10243 Berlin-Friedrichshain.



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